Arbeitsgruppe 3

Kreisläufe für Elektroschrott schließen

Unser steigender Konsum von Elektrogeräten wie Computern, Handys und Kühlschränken führt zu einer stetig wachsenden Menge an Elektro- und Elektronikaltgeräten (EAG oder Elektroschrott). Allein im Jahr 2016 wurden weltweit 44,7 Mio. Tonnen Elektroschrott erzeugt - davon wurden nur 20% auf offiziellem Wege gesammelt und recycelt.
Elektroschrott beinhaltet viele gefährliche Substanzen sowie wertvolle Metalle. In vielen Ländern fehlen angemessene Recyclinganlagen für diese.
Informelle Arbeiter sichern ihren Lebensunterhalt durch die Reparatur, Demontage und das Recycling von Elektroschrott mit einfachen Methoden wie Kabelverbrennung. Dabei entstehen gravierende Umwelt- und Gesundheitsschäden und wertvolle Ressourcen gehen verloren.

Die AG3 hat es sich zum Ziel gesetzt, den Umgang mit Elektroschrott nachhaltiger zu gestalten.


Die Mitglieder der Arbeitsgruppe 3 entwickeln Pilotprojekte, die mit lokalen Akteuren in unseren Partnerländern umgesetzt werden.

Ziele der Arbeitsgruppe

Wir wollen Verbesserungsansätze, z.B. für Sammel- und Verwertungswege, ausarbeiten, die weltweit angewandt werden können und lokale Partner vor Ort unterstützen.
Wir wollen den Verkauf und die Verwertung von Rohstoffen und Einzelteilen des Elektroschrotts fördern.
Wir wollen informelle Recycling- und Reparaturaktivitäten nachhaltiger gestalten
Wir wollen bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeiter im Recyclingsektor der Schwellen- und Entwicklungsländer.

Aufgabenschwerpunkt

Die AG 3 möchte lokale Akteure dabei unterstützen, den Elektroschrott als Grundlage für neue Geschäftsmodelle zu denken und ihn als Ressource zu behandeln. Sowohl durch die Rückgewinnung und den Verkauf wertvoller Rohstoffe, als auch durch Reuse, Refurbishment und Repair Maßnahmen.



Den Recyclingsektor als Wirtschaftsfaktor sehen und ihn als Grundlage für neue Geschäftsmodelle nutzen. Sowohl durch Reuse, Refurbishment und Repair als auch durch Rückgewinnung und Verkauf wertvoller Rohstoffe.



Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Einkommens durch Schulungen und durch Zugänge zu internationalen Rohstoff-Märkten steht dabei ebenso im Fokus wie die Arbeitssicherheit, der Umweltschutz und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.

Die Arbeitsgruppe ermittelt auf der Grundlage des 5-Stufenmodells den Stand der Abfallwirtschaft des jeweiligen Partnerlandes, um so eine weitere Vorgehensweise zu bestimmen. Lokale Partner sollen in der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen unterstützt werden. Durch die Bewertung bereits bestehender Technologien können diese ausgebaut und ggf. verbessert werden. Schulungen und Weiterbildungen der Arbeitnehmer im Umgang mit diesen Technologien sollen eine sichere Arbeitssituation sowohl in finanzieller als auch in gesundheitlicher Hinsicht gewährleisten. Eine Unterstützung der lokalen Gesetzgebung kann durch Beratung oder durch die Festlegung von Guidelines erfolgen. Im Zentrum steht die Verbesserung der Einkommen, die Arbeitssicherheit, der Umweltschutz, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Entwicklung von eigenständigen und langfristigen Geschäften vor Ort.

In den jeweiligen Partnerländern sollen vermehrt werthaltige Fraktionen zurückgewonnen und auf internationalen Rohstoffmärkten angeboten werden. Auch recycelte Stoffe können auf der Grundlage von Nachhaltigkeitsstandards rückgewonnen, nachbehandelt und weiterverkauft werden. Verbindungen zu überregional produzierenden Unternehmen sollen eine Abnahme der recycelten Stoffe gewährleisten. In Pilotprojekten werden die erarbeiten Konzepte erprobt und Handelsbeziehung etabliert, die über den pilotcharakter hinweg Bestand haben können.

Um die Menge von Elektroschrott zu reduzieren, soll die bestehende Kreislaufwirtschaft in den jeweiligen Partnerländern unterstützt und ausgebaut werden. Die Fähigkeiten im Bereich der Wiederverwertung, Aufbereitung und Reparatur von Elektronikaltgeräten sollen potentielle Arbeitnehmer durch Ausbildungen in Berufsschulen dabei unterstützen Unternehmen aufzubauen. Dafür werden Ausbildungspläne entworfen und Kooperationen mit Berufsschulen und Unternehmen ausgebaut. In einem Pilotprojekt mit einer Partnerstadt kann beispielhaft eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft etabliert werden.

Kontakt & Ansprechpartner

	
	

Daniel Hinchliffe
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

+49 (0)6196 797283
daniel.hinchliffe@giz.de

to be defined

Gemeinsam für Kreislaufwirtschaft

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